Die tägliche Pflege der dritten Zähne

Auch die tägliche Pflege der Zahnprothese ist genauso wichtig wie die Pflege der eigenen Zähne und sollte zur Routine geworden sein. Das haben auch die Senioren der Altenheime München erkannt, da sich auch auf den herausnehmbaren Prothesen Beläge aus Bakterien und Essensresten bilden. Die dann entstandenen Keime verursachen schmerzhafte Entzündungen, üblen Mundgeruch und können sogar die Herzklappen angreifen. Selbst noch vorhandene eigene Zähne werden in Mitleidenschaft gezogen.

Deshalb sollte die Zahnprothese täglich nach den Mahlzeiten gereinigt werden. Dabei ersetzen Sprudeltabletten nicht die manuelle Reinigung durch eine Zahnbürste. Dabei sollte keine normale Zahnpasta, wie sie für die Reinigung der eigenen Zähne verwendet wird, genutzt werden, sondern ein mildes Geschirrspülmittel, da die normale Zahnpasta Schleifkörper enthält, die die Prothesenoberfläche aufrauen und somit schädigen würde. Nach der Reinigung sollte die Zahnprothese gründlich unter fließendem Wasser abgespült werden. Um Schäden an der Prothese zu vermeiden, die zum Beispiel beim Herunterfallen während des Putzens der Dritten entstehen können, sollte die Reinigung über einem Handtuch oder über ein mit Wasser gefülltes Waschbecken erfolgen. Nach der Reinigung der Zahnprothese sollte diese und die Mundhöhle mit einem Mundwasser gespült werden, um somit ein entsprechendes Frischgefühl zu erhalten.

Zusätzlich zur täglichen Pflege, sollten die dritten Zähne zwei, am besten dreimal wöchentlich desinfiziert und desodoriert werden. Dies geschieht am besten in einem Bad mit einer gebrauchsfertigen Chlorhexidinlösung oder in einem Bad mit einer handelsüblichen Prothesen-Reinigungstablette, welche in Apotheken oder in gut sortierten Drogeriemärkten erhältlich sind.

Wer diese Ratschläge befolgt, der wird lange Zeit Freude an seinen dritten Zähnen und ein strahlend weißes Lächeln haben.

Krankenkassen wollen mehr Kontrolle über Zahnarztrechnungen

Wenn es nach den Krankenkassen geht, fällt Ihre Zahnarztrechnung in Zukunft deutlich niedriger aus. Das gilt jedenfalls dann, wenn Sie Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind. Durch größere Kontrolle und einen eigenen Preiskatalog wollen die Kassen dafür sorgen, dass die Zahnarztrechnung für Patienten auch ohne Zahnzusatzversicherung bezahlbar bleibt.

Behandlungen sollen günstiger werden

In einem Positionspapier des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, das Medienberichten zufolge bereits Ende März beschlossen wurde, ist die Forderung nach einer strengeren Kontrolle der rund 54.000 Zahnärzte in Deutschland zu finden. Künftig soll auch der Teil der Zahnarztrechnung von der Kasse überprüft werden dürfen, den der Patient selbst zahlen muss. Darüber hinaus soll es künftig einen Zuzahlungskatalog geben, der speziell für gesetzlich Versicherte gültig ist. Bislang wird die Zahnarztrechnung auf der Basis des Katalogs für Privatpatienten erstellt, da die Krankenkasse für viele Behandlungen lediglich bestimmte Standardleistungen übernimmt.

Laut Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorsitzender des Spitzenverbandes der Krankenkassen, würden durch diese Vorschläge Zahnarztrechnungen künftig endlich transparent werden. Einzelne Patienten könnten schließlich nicht beurteilen, ob die Zahnarztrechnung tatsächlich angemessen und vor allem richtig ist. Durch einen eigenen Preiskatalog würden die Zahnarztrechnungen künftig zudem deutlich niedriger ausfallen. Alles in allem ergäbe sich aus dem Vorschlag also ein doppelter Vorteil für gesetzlich versicherte Patienten.

Kritik aus den Reihen der Zahnärzte

Bei den Zahnärzten kamen die Forderungen der Krankenkassen erwartungsgemäß nicht besonders gut an. Jürgen Fedderwitz, Vorstandschef der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, sprach von einer “absurden Forderung“. Auch Peter Engel, Präsident der Zahnärztekammer, widersprach den Annahmen der Kassen. Die beiden Vertreter der Zahnärzte betonten, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Zahnmedizin in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken seien. Während der Anteil an den Ausgaben Anfang der 90er Jahre noch bei etwa zehn Prozent gelegen hatte, liege dieser Wert heute nur noch bei rund sieben Prozent.

Online-Auktionen für Zahnersatz – sinnvoll?

Zahnersatz ist teuer. Diese Erkenntnis müssen früher oder später viele Patienten machen, die aufgrund ihres Alters oder eines Unfalles künstliche Zähne benötigen. Leider zeigen sich die Krankenkassen dabei wenig spendabel. Wer keine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hat, muss die Kosten für Brücken und Kronen daher zu weiten Teilen selbst tragen.

Doch es geht auch günstiger, denn immer mehr Auktionen im Internet drehen sich um die Mundhygiene und damit auch den Zahnersatz: Hier unterbieten sich die Dentisten gegenseitig und bieten dieselbe Leistung zu geringeren Kosten an. Bislang war dieses Vorgehen nicht erlaubt, doch das Bundesverfassungsgericht öffnete im Dezember 2011 den Weg dazu.

Zahnersatz als Bestandteil einer Auktion

Es mag etwas unmoralisch klingen, eine medizinische Leistung über eine Auktion zu erwerben. Doch gerade die zahnärztlichen Gebühren sind derart hoch, dass sie für viele Versicherte nicht eben einfach zu stemmen sind. Dazu kommt häufig das Manko, über keine eigene Zahnzusatzversicherung zu verfügen. Der Patient bleibt somit für alle größeren Maßnahmen selbst auf den Kosten sitzen.

Auch das solide geführte Bonusheft und die jährlichen Kontrolluntersuchungen nützen da wenig: Der Zahnersatz muss mit in der Regel mehreren Tausend Euro selbst finanziert werden. Ausgaben, die zuvor in einer Zahnzusatzversicherung besser angelegt wären, nun aber wohl oder übel zu tragen sind.

Drei, zwei, eins – preiswerter Zahnersatz

Gegenwärtig gibt es zwei Internetportale, die den Zahnersatz über eine Auktion anbieten. Der Betroffene lässt sich dafür vorab routinemäßig bei seinem Zahnarzt untersuchen. Dieser erstellt ein Gutachten über die anstehenden Eingriffe. Sie sind Gegenstand der Auktion: Alle beteiligten Zahnärzte können nun ein Gebot abgeben, für welche Kosten sie den Zahnersatz anbieten. Häufig sind die Endpreise dabei derart günstig, dass selbst die Zahnzusatzversicherung kein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis hätte herausholen können.

Die zahnärztliche Leistung verkommt damit jedoch immer auch zu einem Produkt, dessen Wert gedrückt wird und vielleicht schon unter dem eigentlichen Arbeitsaufwand liegt.

Eine weitere sinnvolle Zusatzversicherung: die Pflegeversicherung

Eine gute Zahnzusatzversicherung ist Gold wert. Doch reicht es in der heutigen Zeit nicht mehr aus, nur gegenwärtige Bedürfnisse abzusichern. Wer sein Versicherungsportfolio also sinnvoll ergänzen will, sollte in Erwägung ziehen eine private Pflegeversicherung abzuschließen.

Deutschlands demographische Entwicklung

Das durchschnittliche Lebensalter der Menschen steigt durch eine bessere gesundheitliche Versorgung immer weiter an. Dadurch bedingt erhöht sich aber auch die Zahl der Personen, die im Alter oder durch Unfall nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, und die auf Pflege durch Angehörige oder einen Pflegedienst angewiesen sind. Die Kosten, die durch eine Pflegebedürftigkeit entstehen, steigen schnell in Höhen, die allein durch die Rente oder Ersparnisse nicht mehr gedeckt werden können. Es ist also sinnvoll, über eine Pflegeversicherung, die im Falle eines Falles die Kosten übernimmt, nachzudenken.

Pflegeversicherung: unterschiedliche Angebote

Die Versicherungsgesellschaften bieten die verschiedensten Modelle für eine private Versicherung an. Welches davon sich für den individuellen Fall eignet, hängt von den persönlichen Umständen ab. Eine gute Beratung ist daher für die meisten Menschen unerlässlich, zu sehr unterscheiden sich die einzelnen Angebote in ihren Leistungen.

Zunächst gilt es zu überlegen, ob eine Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen werden soll oder ob einer Pflegerente der Vorzug gegeben wird. Beim Pflegetagegeld wird für jeden Pflegetag ein bestimmter Betrag übernommen, bei einer Pflegerente dagegen wird monatlich eine festgelegte Summe gezahlt.

Pflegeversicherung ohne Gesundheitsprüfung unter Mehrkosten möglich

Bei der Wahl der Versicherungsgesellschaft müssen die Bestimmungen sehr genau verglichen werden. Die meisten Versicherungen zahlen erst nach einer Wartezeit von drei Jahren. Viele verlangen vor dem Abschluss eine Gesundheitsüberprüfung, die von einem durch die Versicherung bestimmten Arzt durchgeführt werden muss. Eine Pflegeversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist eher die Ausnahme.

Leidet der Versicherte unter Vorerkrankungen, kann der Aufnahmeantrag abgelehnt werden. Deshalb kann es unter Umständen von Vorteil sein, eine Versicherung mit höheren monatlichen Beiträgen zu wählen, die dafür aber keine Gesundheitsprüfung verlangt. Auf jeden Fall ist eine eingehende Prüfung der Versicherungsbedingungen unbedingt notwendig.

Mehr dazu finden Sie im Ratgeber Pflegeversicherung.

Seniorenzahnmedizin – wichtiger Baustein für Zahnärzte

Die Seniorenzahnmedizin ist ein Thema, mit dem sich leider noch viel zu wenige Zahnärzte beschäftigen. Doch gerade diesem Fachgebiet sollte viel mehr Aufmerksamkeit zu Gute kommen – schließlich ist der demographische Wandel hin zur Alterung der Gesellschaft eindeutig absehbar. Die zunehmende Gebrechlichkeit der Patienten und die Einbeziehung von Multimorbidität und Multimedikation werden immer relevanter für Therapieentscheidungen.

Seniorenzahnmedizin – ein stark vernachlässigtes Marktsegment

Viele Zahnärzte sind der Meinung, dass sie selbstverständlich ältere Patienten in ihrer Praxis behandeln würden – jedoch lassen sie diejenigen Patienten außer Acht, welche die Praxis nicht mehr aufsuchen können. Hausbesuche seitens der Zahnärzte erfolgen nur extrem selten und auch nur bei langjährigen Patienten. Ebenso ist die Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen dünn gesät.

Seniorenzahnmedizin verlangt vom Zahnarzt breit gefächertes Wissen

Doch die Seniorenzahnmedizin stellt hohe Ansprüche an einen Zahnarzt: Allein schon die Multimorbidität bei älteren Patienten erfordert eine interdisziplinäre Fragestellung vom behandelnden Zahnarzt. Dabei sind die Ansprüche der Patienten nicht niedriger angesetzt: Der Zahnarzt muss sich neben der Multimorbidität auch noch mit der Multimedikation auskennen. Außerdem sollten sich  Zahnärzte Kenntnisse aus der Pflege-, Ernährungs- , Gesundheitswissenschaft und der Versorgungsforschung aneignen. Patienten wollen gerade dann zahnmedizinisch gut versorgt werden, wenn sie hilfs- oder pflegebedürftig sind. Dies sind Punkte, die Zahnärzte, die Seniorenzahnmedizin in ihrer Praxis anbieten, unbedingt berücksichtigen sollten.

Interdisziplinarität geht weit über das Fachliche hinaus

Ebenso muss ein Zahnarzt mit Seniorenzahnmedizin als Fachgebiet den Überblick darüber haben, wann der nächste Kontrolltermin seiner Patienten ansteht. Diese können einen Termin nämlich aus verschiedenen Gründen aus den Augen verlieren: Umzug, Krankenhausaufenthalte, Tod von Familienmitgliedern oder auch zunehmende Gebrechlichkeit. Der behandelnde Zahnarzt trägt deshalb die Verantwortung, Strukturen in seiner Praxis einzuführen, um diese Patienten direkt anzusprechen und sie an ihre zahnmedizinische Betreuung zu erinnern und sie auch wieder dafür zu interessieren.

Mit Hilfe der gezielten Ausbildung nachkommender Zahnärzte und durch Aktionen seitens des Gesetzgebers sollte ein viel größerer Fokus auf Seniorenzahnmedizin und somit auf eine optimale zahnmedizinische Versorgung älterer Patienten gelegt werden.

 

Quelle: www.dzw.de

Rotwein hilft gegen Zahnfleischentzündung

In Kanada haben Wissenschaftler bei Studien herausgefunden, dass in Rotwein enthaltene Polyphenole eine positive Wirkung auf Mäusezellen hatten. Die Polyphenole des Rotweins fingen nämlich freie Radikale ab. Diese freien Radikale bilden sich z.B. bei einer Zahnfleischentzündung. Die Ergebnisse ihrer Forschung haben die Wissenschaftler auf einem Treffen amerikanischer Zahnmediziner vorgestellt.

Rotwein schützt vor freien Radikalen

Polyphenole kommen in den Schalen von roten Weintrauben in großer Menge vor. Die Schalen werden beim Rotwein mitvergoren, sodass dieser im Vergleich zu Weißwein deutlich mehr Polyphenole enthält. Polyphenole zählen zu den Antioxidantien. Diese fangen im Körper freie Radikale auf, die ihm schädlich werden können.

Bereits in anderen Studien wurde eine vorbeugende Wirkung von Rotwein bei der Entwicklung von Tumoren oder bei Herzkrankheiten festgestellt. Auch in diesen Studien wurde die schützende Wirkung der Polyphenole dafür verantwortlich gemacht. Polyphenole kommen in den Schalen von roten Weintrauben in großer Menge vor.

Zahnfleischentzündungen endlich vorbeugen?

In Quebec arbeitet ein Forscherteam nun in einer Studie zur Wirkung von Polyphenolen auf Bestandteile von Bakterien, die Zahnfleischentzündungen auslösen. Hierzu werden Makrophagen (Fresszellen des Immunsystems mit der Aufgabe, Eindringlinge und beschädigte Zellen zu ersetzen) aus den Mäusen isoliert. Wenn diese Makrophagen mit bakteriellen Extrakten behandelt werden, bilden sich freie Radikale, die im Körper normalerweise das Mundgewebe schädigen. Sobald jedoch die Polyphenole zu den Makrophagen noch vor Bakterienbefall hinzugegeben wurden, setzen diese signifikante weniger freie Radikale frei als die Kontrollgruppe.

Daraus schließen die kanadischen Wissenschaftler nun, dass Rotwein dank dessen antioxidativer Wirkung helfen könnte, Zahnfleischentzündungen vorzubeugen und sogar zu heilen.

Beratungsangebot des KZV erweitert: Jetzt auch Zweitmeinung für Kieferorthopädie

Viele Patienten empfinden eine kieferorthopädische Behandlung als eine Investitionsentscheidung – gerade deshalb ist der Wunsch bei den Patienten durchaus vorhanden, sich vor einer kieferorthopädischen Behandlung eine Zweitmeinung einzuholen. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) hat auf diesen Wunsch reagiert und ihr eigenes Beratungsangebot um eine Kieferorthopädie-Zweitmeinung erweitert. Damit stellt sich die KZVB oft unseriösen Zweitmeinungs-Portalen im Internet entgegen.

Zweitmeinung für Kieferorthopädie in München

Patienten können das Beratungsangebot der Kieferorthopädie-Zweitmeinung im Zahnärztehaus München in Anspruch nehmen. Termine können telefonisch vereinbart werden. Der große Vorteil dieses Angebots im Gegensatz zu den Zweitmeinungs-Portalen im Internet: Es ist kompetent, unabhängig und vor allem kostenlos. Letzteres gilt jedoch nur, wenn der Patient gesetzlich krankenversichert ist. Um eine professionelle Beratung zu gewährleisten, sollten Patienten den Behandlungsplan und auch die Röntgenbilder (falls vorhanden) mitbringen.

Unabhängige Zweitmeinung gewährleistet

Die Kieferorthopäden, die für eine Zweitmeinung bereit stehen, sind erfahren und auch als Gutachter tätig. Der Patient und der Behandlungsplan werden eingehend untersucht und betrachtet, bevor die Kieferorthopäden eine Entscheidung treffen. Damit die Beratung seitens der Kieferorthopäden nicht eigennützig verläuft, verpflichten diese sich dazu, den Patienten nicht selbst zu behandeln.

Die Kieferorthopädie-Zweitmeinung dient somit als Ergänzung des Beratungsangebots der KVZB, die bereits seit fünf Jahren eine Zahnarzt-Zweitmeinung für Zahnersatzbehandlungen anbietet. Seitdem seien schon mehr als 4.000 Beratungen durchgeführt worden.

Quelle: www.dzw.de


Gesundes Zahnfleisch wichtig für allgemeine Gesundheit

Zahnschmerzen können unerträglich sein. Das Zahnfleisch schmerzt, das Essen wird zur Tortur und das allgemeine Befinden wird stark beeinträchtigt. Tatsächlich können Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch, wie Parodontitis, sich negativ auf den gesamten Körper auswirken. Zahnärzte empfehlen daher, nicht zu lange mit einem Termin zu warten.

Zahnfleisch: Gefährdung durch Bakterien

Bei einer Parodontitis sind Gewebe und Zahnfleisch rund um den Zahn entzündet. Durch Ablagerungen von Bakterien entsteht Zahnstein. Die Zähne werden locker und können sogar ausfallen. Bei chronischen Entzündungen am Zahnfleisch wird das Immunsystem des Körpers geschwächt, das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Diabetes steigt. Insbesondere bei Diabetes wurde in Studien ein Zusammenhang zwischen der Krankheit und Parodontitis festgestellt.

Die Bakterien können außerdem durch die angegriffenen Schleimhäute und das verletzte Zahnfleisch in die Blutbahn gelangen und weitere Organe und sogar das Fruchtwasser besiedeln, was theoretisch zu Frühgeburten führen kann.

Behandlung und Vorbeugung von Parodontitis

Drei Viertel aller Menschen haben zumindest einmal im Leben Parodontitis und leiden unter entzündetem Zahnfleisch. Da dies zunächst schmerzfrei verläuft, werden Zahnärzte oft erst spät aufgesucht. Die Erkrankung wird durch Stress, Medikamente und hormonelle Umstellungen noch verstärkt.

Die Behandlung und Vorbeugung durch Zahnärzte besteht zunächst in der Entfernung von Belägen und Zahnstein und der Säuberung der Zahnfleischtaschen, um die Entzündung zu beseitigen. In einigen Fällen werden zusätzlich ein Antibiotikum oder antibakterielle Spülungen verordnet.

Die wichtigste Vorsorge für das Zahnfleisch zu Hause ist ausreichende Mundhygiene. Die Zähne sollten nach jeder Mahlzeit geputzt werden, um Bakterien zu beseitigen. Für die Reinigung der Zahnzwischenräume ist die zusätzliche Verwendung von Zahnseide oder speziellen Bürsten sinnvoll. Ergänzend können Zahnpflegekaugummis für unterwegs und Mundspülungen zur Pflege von Zähnen und Zahnfleisch verwendet werden.

25. September 2011: Tag der Zahngesundheit

Am 25. September 2011 war es wieder so weit, der Tag der Zahngesundheit stand unter dem Motto: “Gesund beginnt im Mund – je früher desto besser!” richteten sich Zahnärzte dieses Jahr besonders an Eltern und Kinder, mit der Prophylaxe der Zähne so früh wie möglich zu beginnen.

Was man schon rechtzeitig für gesunde Zähne tun kann

Seit mehr als 20 Jahren macht sich der “Aktionskreis Tag der Zahngesundheit” für gesunde Zähne vor allem für Kinder stark. Das Bündnis, dem Zahnärzte und Krankenkassen angehören, macht nicht nur durch Aufklärung und Prävention von sich reden, sondern gibt auch praktische Tipps für die individuelle Pflege der Zähne.

Auch dieses Jahr wenden sich Zahnärzte wieder an Eltern, Kinder so früh wie mögliche eine präventive Zahnpflege zukommen zu lassen. Mit zahlreichen Aktionen zum Thema Zahngesundheit möchten sie gezielt auf die Ursachen kranker Zähne aufmerksam machen und wie sie sich vermeiden lassen. Dazu gehören das rechtzeitige Trinken aus einem Becher, konsequenter Verzicht auf süße Getränke, aber auch selbstverständlich regelmäßige Zahnarztbesuche.

Zeigen sich die ersten Zähne, ist es Zeit einen Termin zu vereinbaren. So gewöhnen sich die Kinder auch rechtzeitig an Zahnärzte und Praxisalltag.

Gesunde Zähne machen sich noch im Erwachsenalter bezahlt

In den vergangenen Jahren konnte der “Aktionskreis Tag der Zahngesundheit” etliche Erfolge gerade bei Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen. Immerhin sind mittlerweile die Zähne von mehr als 80 % der zwölfjährigen Kinder kaum von Karies befallen. Ziel ist es jetzt auch die Gruppe jener zu erreichen, die es mit der Zahngesundheit noch nicht ganz so ernst nehmen. So sprechen Zahnärzte verstärkt Kinder aus einem sozial schwachen aber auch aus bildungsfernem Milieu und vor allem solche mit Migrationshintergrund an.

Hier sei es besonders wichtig, die Eltern für die Zähne ihrer Kinder zu sensibilisieren. Ziel ist durch gesunde Ernährung, altersgerechte Mundpflege und regelmäßige Zahnarztbesuche die Anfälligkeit für Karies möglichst gering zu halten.

Zähneknirschen – Zahntod auf Raten

Zähneknirschen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Hauptsächlich knirscht man nachts unbewusst mit den Zähnen, um den Stress, den man tagsüber hat, abzubauen. Im Schnitt knirscht jeder Fünfte mit den Zähnen.

Symptome und Gefahren vom Zähneknirschen

Zähneknirschen ist sehr gefährlich, da man damit seine Zähne abschleift und die Kiefergelenke verschleißen. Außerdem können zusätzlich tagsüber heftige Kiefer-, Kopf- und Nackenschmerzen auftreten, da sich die Gesichts- und Kopfmuskeln durch das nächtliche Zähneknirschen extrem verspannen. Außerdem wird damit der Zahnschmelz abgerieben.

Dann droht, dass Zähne entweder abbrechen können oder sich dunkel verfärben. Zahnfleischbluten kann ebenfalls auftreten. Wenn das Zähneknirschen dauerhaft anhält und nichts dagegen unternommen wird, können die Zähne sogar anfangen zu wackeln und fallen irgendwann aus.

Ursachen für Zähneknirschen

Am häufigsten verursacht Stress – entweder im Beruf oder im Privatleben – das nächtliche Zähneknirschen. Seltener hingegen treten schief stehende Zähne, Kieferkrankheiten oder schlecht sitzende Prothesen als Ursachen für Zähneknirschen auf.

Was kann man dagegen tun?

Weil Zähneknirschen für Erwachsene sehr schädlich ist, sollten Sie unbedingt so schnell wie möglich einen Zahnarzt aufsuchen, sobald Ihr Lebenspartner Sie auf Ihr nächtliches Tun anspricht oder Sie selbst tagsüber Schmerzen haben. Ihr Zahnarzt wird Ihnen dann eine sogenannte Knirscher-Schiene anpassen. Diese Schiene besteht aus Kunststoff, die nachts in den Mund eingesetzt wird und Ihre Zähne festhält. Ihre Kiefer bekommen damit keine Gelegenheit mehr, aneinander zu reiben.

Ursachen des Zähneknirschens beheben

Wenn das Zähneknirschen stressbedingt ist, dann sollte man die Ursachen für den Stress angehen und eventuell die Lebensumstände verbessern. Außerdem können auch Entspannungsübungen und Sport helfen. Sie sollten sich auch bei Ihrer Krankenkasse informieren, ob diese sogenannte Stressbewältigungs-Trainings übernehmen.